Second-Chance – Platz zum Landen
Ein Projekt von Lukas Herfeld und Lena Schmitt

Second-Chance: Platz zum Landen. Autoren: Lena Schmitt, Lukas Herfeld: PDF zum Download

BuKi nimmt Roma-Kinder bei der Hand und führt sie in die Schule. Voraussetzung zur Teilnahme am Programm ist, dass die Kinder tatsächlich die Schule besuchen. Bei einem erheblichen Anteil von Kindern im Viertel ist dies nicht der Fall.

Der Verdienst von BuKi ist, dass wir die Bildungsteilhabe von Roma-Kindern deutlich erhöhen konnten: Mehr Kinder besuchen heute die Schule und mehr Kinder besuchen länger die Schule. Dennoch ist der Anteil jener Kinder, die die Schule bereits nach der vierten Klasse abbrechen, weiterhin sehr hoch. Was passiert mit ihnen?

Seit dem Bestehen von BuKi wird unser Programm von Kindern umgeben, die nicht zur Schule gehen, zu denen wir aber dennoch einen guten Kontakt pflegen. Gleichzeitig gibt es Kinder, die am BuKi-Programm teilgenommen haben und dann im weiteren Verlauf nicht mehr zu halten waren.

Lena und Lukas, zwei Praktikanten bei BuKi und studierende der Sozialen Arbeit an der Hochschule Coburg, pflegten zu einer Gruppe dieser Kinder einen sehr guten Kontakt. Dies war der Anlass, im Rahmen von BuKi und des ‚Second-Chance Projektes‘ auf die Kinder zuzugehen.

Das Projekt war langfristig angedacht. Es hätte durch die folgenden Praktikanten weitergeführt werden können. Doch gleich vorweg: Lena und Lukas haben nach drei Wochen bzw. 6 Projekttagen die Arbeit mit den Kindern wieder eingestellt.

Trotz des frühen Abbruchs war das Projekt für BuKi ein Erfolg. Wir wissen, dass wir an dem Second-Chance Projekt festhalten und es bei passender Konstellation wieder aufsetzen werden.

Die Analyse von Lena und Lukas macht deutlich, dass ihr Ansatz – der Übernahme von Verantwortung, der Kommunikation von Wünschen und Bedürfnissen, das Treffen eigener Entscheidungen, das Erkennen von Konsequenzen ihrer Entscheidungen – richtig war! Auch waren ihre Methoden zielführend.
Manche Kinder brauchen mehr Zeit – vielleicht mehr als eine Second-Chance – um den Einstieg in unsere Welt zu schaffen.

Jedes einzelne Kind ist unser Engagement Wert. Die große Anzahl an Kindern, die sich in dieser ‚Grauzone‘ bewegen, macht es zu einer gesellschaftlichen Verpflichtung sich der Verantwortung zu stellen.