Die Bürde des Antiziganismus

Armutsbekämpfung und Bildungsbegleitung von Roma-Kindern
im Spannungsfeld der Lebenswelten

von Stefan Zell

Stefan Zell ist Vorsitzender des Vereins BuKi-Hilfe für Kinder in Osteuropa e.V. Seit 2008 ist der Verein im Roma-Viertel in Cidreag / Rumänien aktiv, um in Not lebende Roma-Familien zu unterstützen. 2011 gründete der Verein das BuKi-Haus, eine Tagesstätte um Roma-Kinder auf ihrem Bildungsweg zu begleiten.

Stefan Zell

Stefan Zell, Die Bürde des Antiziganismus

In vielen Publikationen über Roma ist Antiziganismus, Rassismus und Ausgrenzung ein fester Bestandteil. Auch BuKi ist mit Formen des Antiziganismus konfrontiert, dem in aller Entschiedenheit begegnet werden muss.

Allerdings spielt in der täglichen Arbeit bei BuKi Antiziganismus eine nachgeordnete Rolle. In den Vordergrund rücken die Roma-Lebenswelten, die im Hinblick auf die Verelendung der Menschen und Bildungserfolge der Kinder einen entscheidenden Einfluss nehmen. Dies macht Stefan Zell anhand von Beispielen aus der täglichen Arbeit im BuKi-Haus deutlich.

Nicht nur BuKi, viele NGOs in Osteuropa, die in der Bildungsbegleitung und Armutsbekämpfung von Roma tätig sind, werden mit den Roma-Lebenswelten konfrontiert. Doch die Roma-Lebenswelten sind im professionellen Umfeld kaum ein Thema. Wenn soziale Spannungsfelder nicht diskutiert werden, dann können keine Lösungen und Handlungsoptionen erwartet werden. Genau in diesem Vakuum bewegen sich viele NGOs, Bildungsträger, Kirchen und Sozialeinrichtungen, die an der Schnittstelle zwischen Roma und ‚Mehrheitsgesellschaft‘ in der Armutsbekämpfung und Bildungsbegleitung tätig sind.

Am Beispiel des Strategischen EU-Rahmens zur Gleichstellung, Inklusion und Teilhabe der Roma 2020-2030, macht Stefan Zell deutlich, wie wichtig eine differenzierte Betrachtung und die Öffnung des Dialogs über den Antiziganismus hinaus wird.

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