Insgesamt wird von einem guten Verhältnis zwischen Roma- und Nichtroma in Cidreag gesprochen. Dennoch sind wir manchmal überrascht, wenn wir erfahren, wie groß die Distanz zwischen den Ethnien im Ort ist.

Auf die Frage an 12 Roma-Jugendliche im BuKi-Haus wer denn ‚ungarische‘ Freunde hätte, antworten zwei mit ‚Ja‘. Die Roma-Jugendlichen, Mädchen wie Jungs, besuchen mit den ungarischen Jugendlichen täglich dieselbe örtliche Schule, die Klassen sind gemischt. In einem Ort mit 1200 Einwohnern kennt jeder jeden. Da sind ‚zwei‘ Freunde zu wenig.

Auch bei den BuKi-Veranstaltungen bilden sich sofort Gruppen mit Roma- und Nicht-Roma-Kindern. Bewusst versuchen wir die Gruppen zu mischen. Und umso mehr freut es uns, wenn es dann zu Szenen kommt, dass sich etwa ein Roma- und Nicht-Roma-Mädchen die Hand halten.

Diese außerschulischen Begegnungen sind wichtig. Auf einer anderen Ebene stehen die Kinder im Wettbewerb oder sind gefordert gemeinsame Ziele zu erreichen. Das schafft gegenseitiges Vertrauen und Akzeptanz. Für die Teilhabe der Roma, dieses Miteinander und die gegenseitige Akzeptanz ist die Zirkus-Woche ein hervorragendes Programm.